dom tanja angriff 300Am gestrigen Samstag ging es zur ungewohnten Uhrzeit (Spielbeginn 12:00) für die Landesliga-Mannschaft des VfL Nürnberg zuerst gegen den Tabellenzweiten aus Dombühl und anschließend gegen den Klassenprimus aus Eibelstadt.

Sichtlich nervös begannen die Gastgeberinnen das erste Spiel gegen Dombühl. Von Aufstellungsfehlern über Abstimmungsprobleme, bis hin zu vielen Leichtsinnsfehlern glitten die ersten beiden Sätze den Nürnbergerinnen zu leicht aus den Händen. Irgendwie fand man überhaupt nicht zu seinem eigenen Spiel.

Viel mussten die Gäste gar nicht tun: Nürnberg machte oft schon selbst die Punkte für den Gegner. Nach 47 Minuten sah man sich dann in der Konsequenz einem 0:2 Satzrückstand gegenüber. Was auch immer den Ausschlag gab, aber der VfL wollte das Spiel nicht so einfach herschenken. Man besann sich auf die eigenen Stärken und startete erstaunlich selbstbewusst in Durchgang drei. Lange Zeit lag man durch harte Angriffe, platzierte Aufschläge und eine starke Feldabwehr in Führung. Zum Satzende wurde es dann aber nochmal knapp: Bei Spielständen von 23:23 und 24:24 war die Spannung förmlich greifbar. Wollte man weiterhin im Spiel bleiben, musste der Satz gewonnen werden. Dies spürte man in der kompletten Mannschaft und so erkämpfte sie sich gemeinsam den Satz mit 27:25.

Die Freude war groß und man feierte diesen Satzgewinn fast wie einen Sieg. Diese Euphorie trug man dann auch mit in Satz vier. So erspielte man sich über den ganzen Satz eine leichte Führung und hielt diese bis zum Ende von 25:22. Einen Punkt hatte man damit schon sicher, aber die Gastgeberinnen wollten nun mehr, sollte der Kampfgeist doch nicht "umsonst" gewesen sein. Die Nürnbergerinnen strahlten diesen Siegeswillen auch über den ganzen Tiebreak hinweg aus und so ging der fünfte und finale Satz verdient und souverän mit 15:11 an die Heimmannschaft.

Nach 120 anstrengenden Minuten hieß der zweite Gegner an diesem Tag TSV Eibelstadt. Als Tabellenführer gingen die Gäste als klarer Favoriten in diese Partie. Davon spürte man allerdings im ersten Satz nichts. Der VfL spielte, getragen von den Emotionen des Sieges, völlig befreit auf. Variables Angriffsspiel und ein oft unüberwindbarer Block sicherten ungefährdet den ersten Durchgang mit 25:17. Im zweiten Satz zeigte Eibelstadt schon ein bisschen mehr warum sie bisher nur ein Spiel verloren haben. Allerdings stellten sich auch hier die Gastgeberinnen auf die stärker werdenden Gegner ein und sicherten sich auch diesen Satz mit 25:21.

Man hätte jetzt nur noch den Sack zu machen müssen, aber so leicht wurde es den Nürnbergerinnen nicht gemacht. Eibelstadt spielte jetzt besser, der Heimmannschaft steckten die vorangegangenen fünf Sätze in Knochen, in der Folge lief in Satz Nummer 3 nichts mehr richtig zusammen. Fehler in der Annahme führten zu Notbällen im Angriff und die Gegner konnten ihrerseits ihre Angriffe im Feld der Gastgeberinnen unterbringen. Zu leicht gingen damit die Sätze drei und vier mit 17:25 und 15:25 an die Gäste.

Aber auch in diesem Spiel ließ sich der VfL davon nicht entmutigen. Es wurden nochmal alle Kräfte mobilisiert und die Konzentration nach oben gefahren. Vom Spielverlauf her überraschend, von der Leistung aber überzeugend gewann man den fünften Satz deutlich mit 15:8 und damit das zweite Spiel des Tages mit 3:2.

Mit den damit gewonnen 4 Punkten überwintern die VfL Ladies damit auf Platz 4 der Tabelle bis es am 14.01.17 zum direkten Rückspiel nach Dombühl geht. Bis dahin heißt es Akkus aufladen und sich im Training bestmöglich auf die Rückrunde vorbereiten.

VfL M. Dehling, D. Greulich, A. Göpel, E. Hammer, K. Hofmann, K. Leierseder, C. Meixner, K. Obst, A. Oedt, T. Uthe, M. Wallner

Trainer R. Pelger-Alzner, C. Völklein